JUFA Hamburg City - Baakenhafen

Im Mai 2013


Leitidee

Ziel ist es, den programmatischen Anspruch der unterschiedlichen Nutzungen und Wohnformen in einer städtebaulichen Großform ablesbar und erfahrbar zu machen. Auf einem gemeinsamen Sockel wird städtebaulich zwischen Hotel und Wohnen differenziert und in einem weiteren Schritt hochbaulich-gestalterisch die einzelnen Wohnhäuser unterschiedlich herausgearbeitet.

Städtebau

Das städtebauliche Konzept des Masterplans und des Funktionsplans bildet die Grundlage des Entwurfes und wird zu 100% übernommen. Zum Straßenraum der HafenCity (Versmannstraße) stellen sich die Baufelder a und b entsprechend ihrer unterschiedlichen Funktion differenziert dar. Sie bilden in ihrer blockartigen und gradlinigen Kubatur jedoch weiter ein „Paar“, welches durch die „Glasbrücke“ als leichtes Band verbunden ist. Zum Wasser wird die Gebäudesilhouette kleinteiliger und der Dualismus Hotel/Wohnen wird weiter auch in den unterschiedlichen Wohntypologien und Ausrichtungen gestalterisch ausgebildet. Es entsteht ein eigenes Quartier, welches auf dem gemeinsamen Sockel des Warftgeschosses als Einheit wahrgenommen wird. Der Entwurf zeichnet ein Gebäudeensemble, welches die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Nutzungselemente berücksichtigt und gleichsam optimal in sich vereint.

Hochbau

JUFA Hamburg City Die Entwurfsidee thematisiert die Besonderheit der JUFA-Hotel Identität: einen großzügigen öffentlichen Foyer- und Erlebnisbereich und den effizienten und „bescheidenen“ Zimmerbereich. Dieser Zweiklang der Funktionen wird gestalterisch dadurch zum Ausdruck gebracht, daß die Verglasung der Foyer- und Gastro-Zone als Fuge zwischen dem Sockel-Material und der Hotelzimmer-Kubatur trennt. Der Sockel ist hier gleichsam „Podest“ und „Rahmen“ auf dem der Hotelgast empfangen und bewirtet wird. Wohnen - Baakenhöfe Die Architektur vereint den Ansatz eines hohen gestalterischen Anspruchs basierend auf einem Konzept von funktional und ökonomisch optimierten Wohneinheiten. Hierbei wird die Realteilung zwischen gefördertem Wohnungsbau und den Eigentumswohnungen zum gestalterischen Mittel, um den Block als Ensemble einzelner Häuser zu begreifen. Der geforderte Wohnungs-Mix wird pro „Baufeld“ (Realteilung) nachgewiesen. Alle Wohnungen verfügen über einen Freisitz (Balkone, Loggien, Terrassen). Zudem werden alle Wohnungen barrierefrei über Aufzüge aus dem TG angedient und haben ihre eigene „Adresse“ entlang der Blockaussenfassaden. Für die Fassade an der Versamannstr. wird ein zweischaliger Aufbau mit Klinkersteinen vorgesehen. Dadurch wird die Einheitlichkeit des Konzeptes unterstütz; eine Differenzierung wird über verschieden Öffnungsgrößen und die Loggien und Balkone erreicht. Eine Differenzierung der Fassade erfolgt zu den Innenhof zugewandten Seiten. Hier öffnet sich die Fassade der Mietwohnungen mit den Freiflächen (Balkonen) und großzügigen bodentiefen Fensteröffnungen im Bereich der Wohnungsorientierung mit den dahinter liegenden Wohn- und Küchenräumen. Im Bereich der Schlafräume wird eine geschlossenere Lochfassade mit Brüstungsfenstern vorgesehen.

Kunde & Architekt

Manager

  • Felix Volland

Team

  • Roberto Valls Domenech