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Diyanet Moschee

Im April 2005

"Wie ein goldenes Schmuckkästchen präsentiert sich die neue Moschee des Diyanet Kultervereins e.V. an der Römerstrasse in Moers. Nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit konnte die Moschee, die moderne moderne Architektur mit traditionellen Elementen des türkisch islamischen Glaubens verknüpft im März 2009 offiziell eröffnet werden.

Städtebau

An der Römerstrasse gelegen, nimmt die Moschee vorhandene Gegebenheiten wie Grundstücksgrenzen, Nachbarbebauung und Bestand auf und positioniert sich deutlich sichtbar nach Mekka orientiert an der Strasse. Das Minarett und die Kuppel weisen die Moschee für Außenstehende als solche aus, ohne den Charakter des Gebäudes zu dominieren. Die Zugänge zur Moschee befinden sich an der Nord- und Nordwestseite. Vom südlich der Moschee gelegenen Parkplatz gelangt man direkt in den Gruppenraum oder durch den mit präzise gesetzten Bäumen und Aufenthaltbereichen gestalteten Garten zum Haupteingang der Moschee.

Erscheinungsbild

Die Architektur der Diyanet Moschee nimmt den regionalen und städtebaulichen Kontext auf, sowohl in der Formensprache als auch in den Materialien. Ziel des Entwurfs ist es, die Moschee als besonderen Raum erstehen zu lassen, in der die Tradition fortgeführt wird um Vertrautheit zu schaffen, ohne Relikte unreflektiert zu verwenden. Im Zuge der Gesamtkonzeption werden Moderne, Material, Proportionen, die Symmetrie und das Ornament neu definiert und entwickeln sich zu einer Symbiose aus Regionalität und Islam ohne die Bedürfnisse und Wünsche der Glaubensgemeinschaft zu ignorieren.
Die Moschee stellt sich als offenes und gleichzeitig introvertiertes Gebäude dar. Eine mit floraler Ornamentik gestaltete goldfarbene Außenerscheinung schafft mit seiner Wiederholung in subtiler Weise Bezüge zum Wesen des Islam und seinen traditionellen Schmuckelementen, die jeder bildlichen Darstellung entbehrt.
Bei Tage ist die Ornamentik als Schattenwurf auf der innenliegenden transluzenten Verglasung der Gebäudehülle ablesbar und von Außen sowohl bei Tage als auch nachts durch das Durchschimmern der Beleuchtung durch die ornamentalen Aussparungen in den Metallverkleidungen. So wird einerseits die Abgeschlossenheit im Gebetsraum gewahrt und gleichzeitig die Öffnung nach Aussen zum inhaltlichen Träger des Konzeptes.
Die Metallpaneele sind aus EV3 eloxierten goldfarbenen Aluminiumblechen mit circa 25% gelaserten Lochanteil, die dem Gebäude eine edle Erscheinung gleich einem Schmuckkasten geben.

Raumkonzeption

Das Erdgeschoss ist durch die Flexibilität der geforderten Nutzungen für die Verwaltungs- und Unterrichtsräume geprägt. Raumgrößen für den Unterricht von Kleingruppen bis zu Raumanforderungen für große Vereinversammlungen und Feste sind in diesem Bereich möglich. Die maximale Personenanzahl in dem Gebäude wird 200 Personen nicht überschreiten. Im Gebetsraum im Obergeschoss und der Galerie des Dachgeschosses herrscht die Ruhe und Harmonie der Symmetrie vor, die durch die Wiederholung der floralen Elemente zusätzlich verstärkt wird. Die Symmetrie wird lediglich durch die Anordnung von Kürsü, Minber und Galerie unterbrochen wird. Durch die Anordnung mehrerer Eingänge im Erdgeschoss ist es möglich auf verschiedene Anwesenheitsverhältnisse von Männern und Frauen zu reagieren.

Minarett

Das Minarett wird als Stahlkonstruktion ausgeführt und mit Lochblech verkleidet. Die Höhe des Minaretts beträgt 19 Meter. Das Minarett ist zu Wartungszwecken über ein innenliegendes Wartungstreppenhaus begehbar."

www.lorber-paul.de

Kunde & Architekt

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